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Generationentreff {2|20}

ENDLICH! Endlich wieder stricken in unserer illustren Runde im Generationentreff.
Es war so schön die bekannten Gesichter wieder zu sehen.

Wir hatten uns alle so viel zu erzählen. Natürlich mussten auch wir uns an einen Hygieneplan halten. Corona war ein großes Thema.

Besonders gefreut habe ich mich, dass wir einen Neuzugang hatten. Eine junge Frau aus dem Dorf mit syrischen Wurzeln. Wir können wirklich bisschen Verstärkung gebrauchen in unserem kleinen Grüppchen.

Als wir uns so unterhielten, kam die Unterhaltung auf meinen „neuen“ Neffen und wie er denn heißen würde. Johann, gab ich bereitwillig Auskunft.

Asibe wurde daraufhin auch gefragt, ob sie Kinder habe und sie zählt die 4 Jungs und Mädchen mit ihren Namen auf. Arabische Namen – natürlich. Eine von den anwesenden Damen meinte daraufhin, dass sie doch wohl vorhabe in Deutschland zu bleiben und ob es da nicht sinnvoller sei, den Kindern deutsche Namen zu geben. Diese hätten es dann in der Schule viel leichter.

Innerlich klatschte ich mir mit der Hand vor die Stirn. Ich nahm all mein Benehmen zusammen und erklärte, dass das doch Unsinn sei. Ich hätte mit Ivonne schließlich auch keinen deutschen Namen und die Phoebys und Zoes und Joes dieser Welt ja auch nicht. Viel wichtiger sei, dass die Kinder die deutsche Sprache lernen damit sie in der Schule gut mitkommen.

Da wurde ich schon böse angefunkelt. Leider war das noch nicht alles. Asibe spricht gebrochen Deutsch. Sie ist 6 Jahre in Deutschland und hat wohl erst jetzt die Möglichkeit erhalten einen richtigen Kurs zu besuchen.

Wieder der Einwurf der Dame….. wie lernst du Deutsch? Aus Büchern …. Nein, aus dem Internet und dem Fernsehen. Wieder schaltete ich mich ein und erklärte Asibe, dass ihr Deutsch schon recht gut sei, und ich sie gut verstehen würde. – Einwurf der Dame – … „nach sechs Jahren!! ….
Da war es an mir zu funkeln: „Wenn ich alleine Arabisch lernen sollte, würde ich es sicher auch nicht besser können!“

Ich bin diese Gespräche so leid! Aber sie müssen geführt werden und ich fürchte – ich muss deutlicher werden.

Zum Glück war das Thema dann durch und wir beschäftigten uns mit unseren Projekten. Wilma beschmuste die Goldstücke, Brigitte und Elisabeth strickten Socken, Asibe arbeitet an einem Stirnband, Gaby an einer Decke und ich an einem Poncho.

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